Die Schattenseite der Selbstverwirklichung // Oder: Schwärmen ist einfach. London #5

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Ich schwärme gerne. Ich schwärme oft und viel, aber wohl genauso oft beschwere ich mich auch, nörgele und bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Status Quo. Die vergangenen 12 Wochen London (ZWÖLF) sind rasend schnell verflogen und der generell bisher vorherrschende Tenor ist durchaus positiv. Wie bereits in vergangenen Texten immer wieder angedeutet: hier erfüllt sich schon ein großer Traum. Einer, der schönerweise auf eine ebenbürtige Realität trifft. Und das macht natürlich vieles einfach. Nichtsdestotrotz habe ich mich in den letzten Wochen auch oft bescheiden gefühlt, habe die ein oder andere Träne rollen lassen, zuweilen auch ganze Bäche. Als ich diesen Blog begann, habe ich mich teilweise ein bisschen geärgert, denn in den vergangenen vier Jahren hatte ich wirklich viele Dinge, die hätten gesagt werden können. Jetzt im Nachhinein, wo alles ganz gut läuft, darüber zu schreiben, wie super es jetzt bei mir doch ausgekommen ist, ist kein allzu großes Hexenwerk. Die wirklich brutalen Realitäten, die diesem ganzen momentanen Glück zuvorgehen, schlummern nun friedlich in der Vergangenheit, eingereiht in die Schicksalskette des Lebens.

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„Einfach machen“ als Handlungsmaxime der Generation Y // Ein persönlicher Umgang und eine objektive Erklärung

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Ich habe jetzt also vor zwei Wochen angefangen Inhalte für diesen Blog zu schreiben. Oder eher andersherum: die Inhalte schreibe ich schon länger, wenn nicht schon mein ganzen Leben, doch nun habe ich mir ein Herz gefasst sie online zu stellen. Bei dem Gedanken sie hochzuladen, sie zur Kritik zu stellen, sie angreifbar zu machen, sie nicht direkt erklären zu können, verknotet sich mein Magen. Es fühlt sich an wie ein Seelenstriptees ohne Gleichen, wie nackt auf der Bühne festgeklebt zu sein. Und doch in zweiter Instanz genau richtig. Doch wieso gerade jetzt? „Mach doch einfach“ habe ich mir selbst schon unzählige Male gedacht und in naher Vergangenheit auch von Freunden zu hören bekommen, denen ich ein paar Texte gezeigt habe. „Mach doch einfach“ – es scheint schon fast unsere Pflicht zu sein, doch was soll daran einfach sein?

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