One month of London – ein Zwischenbericht // London #3

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(Link to english version below)

Vor genau einem Monat bin ich mit dem Auto hier in London angekommen. „Verrückt“ sagte man mir, „das mit dem Auto“ und „Auswandern nach dem Brexit“ sowieso. Ganze vier Wochen, die mir, wenn ich jetzt gerade so darüber nachdenke, wie ein rascher Augenblick vorkommen. Waren die erste zwei Wochen noch von sightseeing, einleben und klarkommen geprägt, gehe ich nun schon zwei Wochen zur Uni und auch hier: sightseeing, einleben, klarkommen.

London hat mich irgendwo überrannt, obwohl ich so viel Zeit hatte, mich darauf vorzubereiten. Auf eine Stadt wie London kann man sich, glaube ich, gar nicht vorbereiten. London ist wie ein niemals stoppendes Karussell, auf das man entweder aufspringen kann oder ewig außen vor bleibt. Wählt man erstere Option wird man erst einmal durchgeschüttelt, von der Geschwindigkeit, aber auch von der Gemächlichkeit in bestimmten Dingen, von den Preisen, den Eindrücken, den anderen kulturellen Gegebenheiten, der Vielfältigkeit, dem Andersseins. Wahrscheinlich dauert es eine Weile bis man sich an all das gewöhnt. Wahrscheinlich. Vielleicht gewöhnt man sich aber auch niemals daran, bleibt immer verwirrt und perplex, niemals mit der Möglichkeit sich auf seinen Entdeckungen auszuruhen und entweder man hält das aus, lernt mit der Ungewissheit zu leben oder steigt halt irgendwann aus. Weiterlesen

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